Kulturtelefon

Für Pflegeeinrichtungen, Seniorenbüros und soziale Dienste

Angebote für Pflege und Senioren per Telefon

Vorlesestunden, Plaudertreffen und Andachten, die mit dem Telefon am Bett funktionieren: ohne neuem Gerät im Zimmer, ohne Konto und ohne Hilfe beim Einrichten.

Im Überblick

  • Eigene Festnetznummer, auf Wunsch aus Ihrem Ortsnetz
  • Nutzbar mit dem Telefon am Bett, ohne neuem Gerät im Zimmer
  • Kein Konto, kein Passwort, keine PIN für die Zuhörer
  • Angebot rund um die Uhr abrufbar oder zu festen Zeiten live
  • Kapazität für gleichzeitige Zuhörer je nach Paket, per Addon erweiterbar
  • Zuhörer sind automatisch stummgeschaltet, Wortmeldung ist möglich
  • Angehörige können von überall zuhören
  • Inhalte jederzeit selbst austauschen

Angebote gegen Einsamkeit scheitern selten am Inhalt und fast immer am Zugang. Ein Tablet im Aufenthaltsraum hilft der Bewohnerin nicht, die ihr Zimmer nicht mehr verlässt. Ein Videoruf setzt voraus, dass jemand ihn annimmt, einrichtet und beim nächsten Update wieder erklärt.

Das Telefon am Bett ist dagegen schon da, es ist vertraut, und es funktioniert ohne Bildschirm, ohne Akku und ohne Einweisung. Für viele Bewohnerinnen und Bewohner ist es das einzige Gerät, das sie noch sicher allein bedienen.

Ihr Haus oder Ihr Dienst erhält eine eigene Rufnummer. Sie hinterlegen ein Angebot als Aufnahme oder übertragen es zur festen Zeit live. Wer die Nummer wählt, ist sofort dabei, ohne Eingabe und ohne Wartezeit.

So läuft ein Angebot ab

  1. Schritt 1: Sie richten eine feste Nummer für Ihr Haus ein

    Die Nummer wird einmal veröffentlicht, im Aushang, im Hausblatt, auf dem Zettel am Nachttisch oder im Brief an die Angehörigen. Sie ändert sich nicht, sodass sie sich einprägt und niemand sie jede Woche neu erfragen muss.

  2. Schritt 2: Sie hinterlegen ein Angebot oder übertragen live

    Eine Vorlesestunde oder eine Andacht nehmen Sie einmal auf und laden sie hoch, sie ist danach jederzeit abrufbar. Ein Plaudertreffen oder eine Gesprächsrunde findet zur festen Zeit statt und wird live übertragen.

  3. Schritt 3: Bewohner und Betreute wählen die Nummer

    Hörer abnehmen, Nummer wählen, zuhören. Es gibt nichts zu bestätigen und nichts einzugeben. Auch wer stark sehbehindert ist oder mit unsicheren Händen wählt, kommt ohne Begleitung an.

Wofür Einrichtungen den Dienst nutzen

Pflegeeinrichtungen und Seniorenheime bieten Vorlesestunden, Musiknachmittage und die Hausandacht als Telefonangebot an. Wer nicht in den Aufenthaltsraum kommt, nimmt vom Zimmer aus teil, statt das Angebot zu verpassen.

Seniorenbüros und offene Altenarbeit richten Plaudertreffen und Gesprächsrunden zu festen Zeiten ein, für Menschen, die allein wohnen und deren Woche sonst ohne Termin bleibt.

Hospizdienste und Seelsorge stellen Andachten, Trauerbegleitung und ruhige Beiträge bereit, die zu jeder Tages- und Nachtzeit abrufbar sind, gerade dann, wenn niemand da ist, den man wecken möchte.

Selbsthilfegruppen treffen sich telefonisch, wenn eine Anfahrt zu anstrengend oder zu weit ist. Die Zuhörenden bleiben stummgeschaltet und melden sich nur, wenn sie selbst sprechen möchten.

Häufige Fragen

Brauchen die Bewohner ein Gerät im Zimmer?
Nein, das Telefon am Bett oder im Flur genügt. Genau darin unterscheidet sich der Dienst von einem Tablet-Angebot: Es muss nichts angeschafft, aufgeladen, aktualisiert oder erklärt werden, und es kann auch nichts verstellt werden.
Können die Zuhörer sich gegenseitig stören?
Nein. Bei einer Live-Übertragung werden alle Teilnehmer beim Betreten automatisch stummgeschaltet. Nur die Moderation kann jemanden laut schalten, etwa für eine Wortmeldung in der Gesprächsrunde. Nebengeräusche aus einem Zimmer stören die Runde also nicht.
Können Angehörige mithören?
Ja. Die Rufnummer ist von jedem Anschluss aus erreichbar, auch aus dem Ausland. Angehörige, die weit entfernt wohnen, hören dieselbe Andacht oder dieselbe Vorlesestunde wie die Bewohnerin, die sie besuchen möchten.
Eignet sich das für Menschen mit Demenz?
Vertraute Stimmen, feste Zeiten und eine gleichbleibende Nummer sind hier der Vorteil. Weil der Ablauf jedes Mal derselbe ist und kein Bedienschritt dazukommt, bleibt das Angebot auch dann nutzbar, wenn Neues nicht mehr gelernt wird. Ob es im Einzelfall passt, entscheiden Sie mit Ihren Pflegekräften.
Ist das ein Notruf oder ein Betreuungsersatz?
Nein. Kulturtelefon überträgt Audio und ist weder ein Hausnotruf noch ein Bereitschaftsdienst. Es ersetzt keine Pflege, keine Betreuung und keine ärztliche Erreichbarkeit, sondern ergänzt sie um ein Angebot, das ohne Personal im Zimmer auskommt.
Wie aufwendig ist der Betrieb für unsere Mitarbeitenden?
Eine Aufnahme hochzuladen dauert wenige Sekunden, eine Live-Runde kostet genau die Zeit, die sie dauert. Der Sozialdienst kann das ohne die Haus-IT übernehmen, es genügt ein passwortgeschützter Zugang im Browser.
Was kostet der Anruf für die Bewohner?
Nichts zusätzlich. Es ist eine gewöhnliche Festnetznummer und keine Sonderrufnummer, Anrufe darauf sind in aller Regel im bestehenden Vertrag enthalten. Das Haus zahlt die monatliche Abonnementgebühr, unabhängig von der Zahl der Anrufe.

Ein Angebot, das im Zimmer ankommt

Für wiederkehrende Aufnahmen genügt das Podcast-Paket, für Runden zu festen Zeiten die Konferenz. Sagen Sie uns, wie Ihr Angebot aussehen soll, dann sagen wir Ihnen, was Sie dafür brauchen.

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