Anleitung
Aufnahme vorbereiten
Für Telefonandacht, Podcast und Geschichtentelefon hinterlegen Sie eine fertige Aufnahme. Diese Anleitung erklärt, worauf es dabei ankommt, damit Ihre Zuhörer Sie gut verstehen.
Warum das Telefon eigene Regeln hat
Eine Aufnahme, die über Kopfhörer hervorragend klingt, kann am Telefon schwer verständlich sein. Der Grund ist die Bandbreite: Die Übertragung ist auf Sprache ausgelegt und beschneidet sehr hohe und sehr tiefe Anteile. Was übrig bleibt, ist genau der Bereich, in dem sich Verständlichkeit entscheidet.
Deshalb wirken zwei Dinge am stärksten, und beide kosten nichts: der Abstand zum Mikrofon und die Akustik des Raums. Ein gutes Mikrofon in einem halligen Saal klingt schlechter als ein einfaches Headset in einem Wohnzimmer.
Schritt für Schritt
Schritt 1: Ruhigen Raum wählen
Ein Raum mit Teppich, Vorhängen oder Bücherregalen klingt am Telefon deutlich besser als ein leerer Raum oder ein gefliester Gemeindesaal. Nachhall ist die häufigste Ursache für schwer verständliche Aufnahmen.
Schritt 2: Nah am Mikrofon sprechen
Ein Abstand von etwa einer Handbreit ist ein guter Ausgangspunkt. Je näher das Mikrofon, desto mehr Stimme und desto weniger Raum nimmt es auf. Das wirkt stärker als jede spätere Bearbeitung.
Schritt 3: In Mono aufnehmen
Das Telefon überträgt einkanalig. Eine Stereoaufnahme bringt keinen Vorteil und kann dazu führen, dass ein Kanal verloren geht, wenn er getrennt aufgenommen wurde.
Schritt 4: Mit 16 kHz Abtastrate exportieren
Speichern Sie die Datei als MP3 mit einer Abtastrate von 16 kHz. Das entspricht der Rate, mit der die Anlage die Aufnahme ausspielt. Eine höhere Rate bringt am Telefon keinen hörbaren Gewinn.
Schritt 5: Anfang und Ende sauber schneiden
Die Aufnahme startet, sobald jemand anruft. Schneiden Sie Stille und Räuspern am Anfang weg, damit die Zuhörer sofort im Thema sind. Am Ende genügt eine kurze Verabschiedung.
Schritt 6: Hochladen
Laden Sie die Datei über Ihren passwortgeschützten Zugang hoch. Bis zu 90 MB sind möglich, was für gesprochenes Wort sehr lange Aufnahmen erlaubt. Ab dem Upload ist sie unter Ihrer Rufnummer zu hören.
Die technischen Eckdaten auf einen Blick
| Format | MP3 |
|---|---|
| Maximale Dateigröße | 90 MB |
| Kanäle | Mono, kein Stereo |
| Abtastrate | 16 kHz |
| Empfohlene Länge | 5 bis 15 Minuten |
Häufige Fragen
- Welche Formate werden akzeptiert?
- MP3 bis 90 MB. Andere Formate müssen Sie vorher umwandeln, etwa mit einem kostenlosen Programm wie Audacity.
- Warum 16 kHz und nicht mehr?
- Weil die Übertragung auf Sprache ausgelegt ist und mit 16 kHz ausgespielt wird. Eine Aufnahme mit höherer Abtastrate wird ohnehin heruntergerechnet. Sie erzeugt also nur eine größere Datei, keinen besseren Klang.
- Mein Aufnahmegerät kann nur 44,1 kHz. Ist das ein Problem?
- Nein. Nehmen Sie auf, was Ihr Gerät kann, und exportieren Sie die fertige Datei mit 16 kHz in Mono. Falls das nicht möglich ist, laden Sie die Datei trotzdem hoch: sie wird abgespielt, nur eben ohne den Vorteil des passenden Formats.
- Wie lang darf eine Andacht sein?
- Technisch begrenzt nur die Dateigröße von 90 MB, was für gesprochenes Wort Stunden entspricht. In der Praxis bewähren sich kurze Formate: fünf bis fünfzehn Minuten werden erfahrungsgemäß vollständig gehört.
- Kann ich Musik einbauen?
- Ja, technisch spricht nichts dagegen. Achten Sie auf zwei Dinge: Musik überträgt sich am Telefon deutlich schlechter als Sprache, und Sie brauchen die nötigen Rechte für die Wiedergabe. Bitte prüfen Sie, ob die Rechte für eine Übertragung vorhanden sind.
- Die Aufnahme klingt leise.
- Normalisieren Sie die Datei vor dem Export, also heben Sie den Pegel gleichmäßig an, bis die lauteste Stelle knapp unter der Vollaussteuerung liegt. Fast jedes Schnittprogramm bietet dafür eine Funktion, meist unter „Normalisieren“.
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